A.C.E. (Application Context Exchange)

Es ist auch in der heutigen Zeit noch die Realität dass gerade bei grossen Firmen mit sehr heterogenen Applikationslandschaften praktisch keine Abstimmung zwischen den einzelnen Applikationen vorhanden ist. So kann es vorkommen, dass die Benutzer die Daten aus der einen Applikation manuell in eine andere Applikation übertragen müssen, um diese dort weiter zu verarbeiten. Um dieser Unzulänglichkeit Abhilfe zu verschaffen, wurde A.C.E. entwickelt was einen direkten Datenaustausch unter verschiedensten Anwendungen auf dem Arbeitsplatz erlaubt. A.C.E. wird bei der Swisscom bei den verschiedenen Billing-Applikationen sowie im OrderManagementSystem (OMS) eingesetzt. Ein Anwendungsbeispiel dafür ist die Kommunikation die zwischen der OMS Applikation VCIC und der Billing-Applikation SWIBI stattfindet. VCIC hat eine Kundennummer und will im SWIBI eine Rechnungskonto-Anzeige veranlassen. VCIC sendet die Kundennummer via A.C.E. an SWIBI. SWIBI empfängt diese Daten und zeigt daraufhin das entsprechende Rechnungskonto an.

Technologie

Bei der Realisierung von A.C.E. hat man sich entschieden, die Daten zwischen den Applikationen direkt via Sockets auszutauschen. Jede Applikation welche A.C.E. einsetzt kann direkt Daten von anderen Applikationen empfangen und selber Daten an andere Applikationen versenden. Die Nutzdaten werden vorzugsweise in Form von XML übertragen. Die Socket-Ports auf welchen die Kommunikation stattfindet, werden zur Laufzeit dynamisch zugewiesen. Jede Applikation erhält bei der Initialisierung von A.C.E. vom Betriebssystem einen freien Port. Dieser Port wird zusammen mit einem Applikations-Schlüssel in einem zentralen Registry-File lokal auf dem Betriebssystem abgelegt. Das A.C.E. API kann von Java Applikationen oder Java Applets verwendet werden. Es ist jedoch auch möglich das API in Windows Applikationen (VB, VC++, Word, Excel, Access etc.) als ActiveX Komponente einzusetzen.